Zum Abschied entdeckt Liebster Award Pitbullgirlblog


„Hi, wollte euch mal fragen, ob ihr Lust habt für den Liebster Award nominiert zu werden?“

So lautete der Anfang einer Nachricht, die ich Anfang der Woche von Leroy und Melody – Mit Hund gesund bekommen habe.

„Liebster Award??? Was’n das?“ fragte ich mich.

Der Liebster Award ist nicht wirklich ein Award, bei dem man eine Auszeichnung in Form einer netten, kleinen Skulptur bekommt, sondern eine witzige Möglichkeit, mit einer Art Kettenbriefsystem neue und unbekannte Blogs bekannter zu machen. Blogger nominieren andere Blogger, deren Blogs ihnen gut gefallen und stellen ihnen 10 Fragen über ihren Blog. So können Leser mehr über die Blogs und ihre Blogger erfahren und durch die Verlinkungen kann der Bekanntheitsgrad erhöht werden.

Klingt nach witziger Werbemachinerie, aber auch nach Spaß, Netzwerken und interessanter Neuentdeckungen.

Keine Ahnung, wers erfunden hat, aber ich finde das eine pfiffige Idee.

Mein Fazit war jedenfalls: „Kann man mal machen.“ 😀

Bietet sich auch nochmal für mich an, einen guten Abschluss meines Blogs hinzubekommen, obwohl der Liebster Award natürlich eher etwas für Blogger ist, die ihren Blog voranbringen möchten.

Nun gut…dann mach ich mal. 😉

Folgende Fragen hat Leroy und Melody – Mit Hund gesund mir gestellt:

  1. Woher nimmst du die Ideen für deine Artikel?                                                                    Was den Blog betrifft, sprangen sie mich förmlich an, krallten sich ein paar Tage in meinem Unterbewusstsein fest und kamen dann frei Schnauze als Worte so raus, wie sie wollten. Es waren Erlebnisse, die ich mit Boomer hatte, es waren meine Gedanken zum ganzen Themenkomplex der sog. „Kampfhunde/Listenhunde“, die irgendwie aus mir raus mussten, weil ich ansonsten mit der ganzen Ignoranz und Respektlosigkeit gegenüber Tieren, hier: Hunden, nicht mehr klar gekommen wäre. Ich fand es einfach zu krass, was da passiert ist, wie das überhaupt in einem vermeintlichen „Rechtsstaat“ mit einem „Tierschutzgesetz“ passieren konnte, immer noch passiert und weiter passieren wird.
  2. Ist dir beim Bloggen der Erfolg oder Spaß wichtiger?                                                            Beides war wichtig, aber Erfolg definiere ich dabei etwas anders. Geld zu verdienen war nicht die Art von Erfolg, die ich mit dem Blog angestrebt habe. Er hatte einen anderen Sinn und Zweck. Spaß hatte ich auf jeden Fall, denn ich konnte darüber schreiben, was mir auf der Seele brannte.
  3. Wie lange bloggst du bereits?                                                                                                        Etwa 1 Jahr und 4 Monate habe ich jetzt gebloggt.                                                         
  4. Welche Interessen verfolgst du mit deinem Blog?
    Natürlich wollte ich veröffentlichen, was ich in den letzten Jahren zum Thema erfahren, erlebt und gelernt hatte. Die ganze „Kampfhundthematik“ steht für soviel mehr, als Hunde bestimmter Rassen, die vermeintlich Probleme machen. Sie spiegelt, wie manipulativ Medien sind und wie leicht sich Menschen manipulieren lassen. Immer noch. Sie zeigt, wie Ängste – wenn sie richtig propagiert und geschürt werden, jede Sachlichkeit, Objektivität und jeden Verstand ausschalten. Sie spiegelt den Zustand der Gesellschaft, die in vielerlei Hinsicht noch immer so gestrickt ist, wie im finsteren Mittelalter und sie zeigt, wie die Politik mit blindem Aktionismus und einfachen „Lösungsstrategien“ a la „Feindbilder schaffen und zerstören“ komplexen Problemen begegnet, sie dadurch zwar nicht wirklich löst, aber für die von irrationalen Ängsten gebeutelten, naturentfremdeten Menschen Scheinsicherheiten schafft, die ihnen für ihre Illusion eines garantierten, sicheren Lebens ausreichen. Das waren erschreckende Erkenntnisse für mich über die grenzenlose Dimension von Ignoranz, Verachtung von Leben und dessen Wert, denen ich bei meiner Auseinandersetzung mit „Kampfhunden“ begegnete und die ich verarbeitet habe, indem ich darüber schrieb. Denn das Schreiben gehörte schon immer als Ventil zu meinem Leben. So war neben dem Interesse, meine Meinung rauszuhauen und meinen Schmerz über das Leid der Hunde zu verarbeiten, auch mein eigentliches Interesse, mit dem Blog ins Schreiben zu kommen und zu testen, wie mein Schreibstil bzw. meine Schreiberei ankommt…die Idee zum Blog kam letztendlich aus einem Schreiblehrgang, den ich mache und war neben o.g. Effekt der seelischen Erleichterung auch schlicht eine Schreibübung, die mir Feedback geben sollte, ob und wenn ja, wohin die Reise mit dem Schreiben für mich geht. 
  5. Wie machst du auf deinen Blog aufmerksam?
    Facebook war das einfachste und zielführendste Mittel der Wahl.
  6. Was ist für dich dein wünschenswertes Ziel im Hinblick auf deinen Blog?                    Mein Ziel, mit dem Blog in Schreiben zu kommen, meinen inneren Selbstzweifler („Du kannst das nicht!“, „Liest kein Schwein!“) mundtot zu machen und Feedback zu erhalten, ist voll und ganz erfüllt worden und meine Erwartungen wurden sogar übertroffen. Ich konnte lernen, wie was ankommt, ob ich mich gut genug ausdrücke und was für eine Wirkung ich mit Worten erziele. Was ich zu sagen hatte, hat Leute interessiert und es gab Menschen, die sich mit meinen Gedanken identifizieren konnten, mein Schreiben hat ihnen gefallen und es war sogar die Erfahrung für mich drin, dass ich Menschen mit meinen Worten Mut machen konnte…ein besseres Kompliment hätte ich gar nicht kriegen können ❤ . Ich konnte Menschen mit meinem Schreiben emotional erreichen…zum Heulen bringen, wütend machen, zum Nachdenken bringen…all das ist in den letzen Monaten passiert, es wurde mir mitgeteilt und ich bin sehr dankbar für diese Erfahrungen, denn das ist die Essenz einer jeden schriftstellerischen Tätigkeit, Emotionen bei Lesern zu wecken.
  7. Würdest du einen Artikel verfassen, von dem du bereits im Vorfeld wüsstest, dass dieser ein enorm hohes Zündstoffpotential hat?                                                                    Ja, auf jeden Fall, wenn es etwas ist, wozu ich voll und ganz stehe. Und wenn das dann vielleicht polarisiert und einen Shitstorm heraufbeschwört, dann ist das so. Man kann es niemals jedem Recht machen. Mein Blog hatte auch sehr viel damit zu tun, einfach authentisch zu sein und nie den Anspruch, jedem immer zu gefallen. Wer schreibt, läuft immer Gefahr, dass es „da draußen“ Leute gibt, die ein völlig anderes Denken haben und dir nicht folgen können, die in deine Texte etwas hinein interpretieren, was du niemals sagen wolltest oder die schlicht etwas auf dich als Autorin projezieren, was mehr mit ihnen selbst, als mit dir zu tun hat.
  8. Lässt du dich eher von deinen Interessen und Themen leiten oder schaust du was deine Follower interessiert und passt dich an?
    Beim Blog habe ich mich eigentlich eher von meinen Interessen und Themen leiten lassen und wollte erfahren, was ich damit für eine Wirkung erziele und ob es überhaupt Follower gibt, die es interessiert. Als ich dann bemerkte, dass es diese tatsächlich gibt, war ich natürlich auch daran interessiert, ihre Interessen bzw. ihre Erwartungen an meinen Blog zu erfahren. Anpassen musste ich mich deswegen aber nicht, das widerspricht mir auch, denn Anpassung hat auch immer den negativen Beigeschmack vom Verbiegen an sich und das war noch nie so meins… 😉
  9. Beschreibe dich in drei Sätzen.                                                                                       Puh…immer schwierig sowas…ich würde mal behaupten, dass ich ziemlich unkonventionell bin bzw. denke…ein kleiner, rebellischer Freigeist, der schon immer jede Art von vermeintlicher, gesellschaftskonformer Normalität und ihrer Vorurteile zumindest hinterfragt hat. Genauso gehört eine gewisse Tiefgründigkeit offenbar zu mir, die ich zwar als völlig normal bewerte, denn ich bin ja so, aber auch das höre ich seit ich denken kann. Und das ich stets zuviel denke und eine große Phantasie habe, höre ich auch schon mein ganzes Leben und ist manchmal Fluch und Segen zugleich 😉 .
  10. Hast du ein Lebensmotto und wenn ja, welches?
    Hier zitiere ich mal mein aus verschiedenen Zitaten, Textfetzen und Sprüchen zusammengebasteltes Mantra:

Man besinne sich auf das was wirklich wichtig ist, denn irgendwann, am Ende der Zeit kommt es nur darauf an! Alles wiederholt sich im Laufe der Zeit, doch gleicht keine Wiederholung vollständig der anderen. Allein in diesem Geheimnis liegt die Kraft zu Änderung und Neuanfang! Sei mutig im Herzen und folge ihm und es wird dich dorthin bringen, wo du hingehörst! Bei einem kann man sich sicher sein, was abfallen muß, fällt ab; was zu uns gehört, bleibt bei uns, denn es geht alles nach Gesetzen vor sich, die größer als unsere Einsicht sind und mit denen wir nur scheinbar im Widerspruch stehen. Begegnen wir der Zeit, wie sie uns sucht.
Alles wird kommen wie es sein muss!                                                                                                    Per aspera ad astra!

(was lateinisch ist uns soviel bedeutet wie: Auf rauhen Wegen zu den Sternen!)

So…damit sind die Fragen beantwortet 🙂 ! Ich danke für die Nominierung und wer aufgepasst hat, dem ist aufgefallen, dass ich, was den Blog betrifft, in der Vergangenheit geschrieben habe, denn die Zeit meines aktiven Bloggens ist nun vorbei. Zum Jahreswechsel habe ich mit Ein letzter Blick zurück und ab nach Vorne eigentlich schon meinen Abschied angekündigt, aber dann doch noch nicht den Absprung geschafft, überwiegend, weil ich selbst mit beiden Beiden in das Hundethema reingesprungen bin und es – da ein Herzensthema – einen auch nicht so leicht loslässt…aber:

Pitbullgirlblog hat fertig! Ich habe alles geschrieben, was raus musste. Ich habe schon angefangen, mich zu wiederholen und im Kreis zu drehen und ich habe bemerkt, dass ich mein persönliches Ziel schon längst erreicht habe. Natürlich bleibt Pitbullgirlblog bestehen und die Seite wird nicht gelöscht…vielleicht hau ich auch irgendwann nochmal etwas raus, wenn mir danach ist und mir mal wieder etwas auf der Seele brennt, aber in den letzten Wochen und Monaten habe ich zunehmend gemerkt, dass der Blog und das ganze Drumherum zuviel Zeit frisst und ich mit einem Gefühl herumlaufe, nicht genügend Zeit für etwas Wesentlicheres zu haben, was jetzt aber eigentlich für mich dran ist.

Daher war es an der Zeit, meine Prioritäten zu überprüfen und neu zu ordnen.

So komme ich nun zu meiner Nominierung. Leider scheint der Liebster Award viele Blogger durch sein „Kettenbriefsystem“ eher zu verschrecken und ich konnte auf die Schnelle nur eine Bloggerin finden, die die Idee des Awards genauso witzig und interessant fand wie ich, aber ich hoffe, dass tut dem „Spiel“ keinen Abbruch (die „Regeln“ besagen eigentlich, dass man mehrere Blogs nominieren soll, aber wer nicht will…).

Somit nominiere ich Mia & me dogtv

Das sind deine Fragen:

1. Wie kamst du auf die Idee, einen Blog zu starten?

2. Wie kamst du „auf den Hund“?

3. Was motiviert dich, deinen Blog zu machen, was versprichst du dir davon?

4. Was liebst du an deinem Hund am meisten?

5. Wie würdest du deinen Hund beschreiben?

6. Seit wann bloggst du schon?

7. Woher nimmst du deine Ideen für deine Blogbeiträge?

8. Wie sieht die Arbeit des Blogschreibens bei dir aus? Schreibst du drauf los oder planst du Beiträge?

9. Wie empfindest du die Rolle von Facebook beim Bloggen? Spielt Facebook überhaupt eine gravierende Rolle für deinen Blog?

10. Wie ist deine Meinung zu „Listenhunden“ und dem angeblichen „Problem mit gefährlichen Hunden“ in dieser Gesellschaft?

Der Leitfaden für dich, wie Liebster Award funktioniert:

  • Bedanke dich bei deinem dich nominierenden Blogger und verlinke seinen Blog in deinem Beitrag.
  • Beantworte die an dich gestellten Fragen.
  • Nominiere Blogger für den Liebster-Award.
  • Schreibe diesen Leitfaden auch in deinem Beitrag, damit die anderen wissen was zu tun ist.
  • Informiere deine nominierten Blogger über die Nominierung und deinen Artikel.
  • Überlege dir zehn Fragen für deine Nominierten

Ich wünsche dir viel Spaß und weiterhin viel Erfolg beim Bloggen!

Bei dem Rest der Leserschaft bedanke ich mich von ganzem Herzen für eure Offenheit meinem Blog gegenüber, den ihr gelesen habt und der ohne euch keine Chance gehabt hätte, zu bestehen.

Merci! Thanks! Danke! 🙂

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3 Gedanken zu “Zum Abschied entdeckt Liebster Award Pitbullgirlblog

  1. Liebe Jessica, Ich freue mich gerade dich für den Liebster Award nominiert zu haben. Ich habe zunächst gezweifelt, da du ja keinen in dem Sinne unbekannten Blog hast und auch kein Neuling bist. Aber, ich freue mich, dass dir diese Ehre zuteil wurde.
    Ich kann deine Beweggründe sehr gut nachvollziehen. Stillstand ist nie gut und einen Weg sollte man immer weitergehen, vor allem wenn man es tief in sich spürt, dass es so sein soll. Meine Mission mit meinem Blog steht noch am Anfang und ich hoffe wir können noch den einen oder anderen Menschen zum nachdenken bringen. ich möchte noch einiges bewegen. Leroy, Melody und ich wünschen dir alles Gute auf deinem weiteren Weg.

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    1. Dankeschön für deine lieben Worte! Ich wünsche dir viel Erfolg mit deinem Blog! Wer weiß…vielleicht ist Pitbullgirlblog auch irgendwann wieder dran 😉 Aber vorerst steht was anderes an. Umso schöner, dass es Leute gibt, die ebenfalls über dieses wichtige Thema bloggen, dann kann ich mich ja beruhigt zurück lehnen! Freue mich auf deinen Blog, dem ich natürlich folgen werde! 🙂 LG und dir ebenfalls alles Gute auf deinem/eurem weiteren Weg. Boomer & Jessica

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