Ein Abschiedsbrief an meinen Hund


 

Ach Boomi, mein kleiner, süßer Schatz…

Es ist still hier – ohne dich…so verdammt leer – ohne dich.

Ich vermisse dich!

Ich will gar nicht glauben, dass du nun fort bist. Ich nie wieder in dein hübsches, treudoofes Hundegesicht schauen kann. In deine weisen, braunen Augen, die mir in meine Seele schauen konnten. Ich nie wieder deine süßen, schwarzen Öhrchen wackeln sehen kann, wenn du vor mir her trabst. Ich nie wieder mit dir durch den Wald streifen kann. Nie wieder mit dir kuscheln kann, deinen kleinen Bauch streicheln kann, wenn du dich genüsslich auf der Couch oder einer Wiese wälzt. Nie wieder deine Küsschen spüre, wenn du dich anpirschst und mir nen‘ Schlecker durchs Gesicht ziehst…aber dein leeres Körbchen erinnert mich daran, dass das kein Traum ist.

Mein kleines Ich weint und schreit innerlich „Es war viel zu früh!“ und doch weiß mein höheres Selbst: „Alles kommt und geht zur rechten Zeit.“

Aber es tut weh! Du fehlst hier sehr!

Kein Kopf mehr, der hochschnellt, wenn es irgendwo knistert…

Keine schwanzwedelnde  Begrüßung mehr, wenn ich heim komme…

Kein Boomer mehr, der ein Teil meines Lebens ist…

Das macht mich sehr traurig. Das macht den Himmel traurig…er weint mit mir seit zwei Tagen und ist genauso grau wie mein Gemüt.

Am 1. Mai wärst du 5 Jahre bei mir gewesen…5 Jahre, die du mein Leben wirklich bereichert hast. Zu gerne hätte ich auch die nächsten Jahre noch mit dir zusammen verbracht. Unsere gemeinsame Zeit hat mir immer gut getan, und mich viel gelehrt. Auch, wenn es manchmal anstrengend war, auch manchmal einschränkend und wir so manche Herausforderung auf unserem Weg hatten…es waren ganz tolle Jahre mit dir, voll schöner Erlebnisse, voller Liebe und Loyalität!

Deine Freundschaft war mir ein wahres Geschenk!

Es war nicht leicht, die Entscheidung zu treffen, dich gehen zu lassen, aber ich spürte, es war an der Zeit, du warst bereit…alles andere wäre nur mein Egoismus gewesen…meine Angst vor meinem Verlust.

Ich bin dankbar, dass wir die letzten zwei Wochen noch Zeit hatten, uns zu verabschieden. Ich bin dankbar, dass du nicht alleine sein musstest, nicht leiden musstest und ich bei dir sein konnte, als du die letzte Reise angetreten hast.

Ich bin dankbar für die Zeit, in der ich dein Mensch sein durfte!

Ich werde dich nie vergessen!

Mein Schamanenhund! 

Mein Schicksalshund! 

Ruhe in Frieden

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9 Gedanken zu “Ein Abschiedsbrief an meinen Hund

  1. Ich habe gerade einen richtig dicken Klos im Hals, das tut mir so unendlich leid für dich. Ich wünsche dir und deinen Angehörigen welche deinen Boomie ebenso liebten wie du ihn viel Kraft und alles alles gute.
    Ich selber weiß wie hart es ist, auch ich habe vor über 2 1/2 Jahren meinen Hund gehen lassen müssen. Kimmy war damals mein erster eigener Hund, und eines kann ich dir sagen….Der erste Hund wird niemals das sein was du wolltest, er wird das sein was du brauchtest.
    Und es ist so verdammt war, ohne Kimmy hätte ich mir wohl ertäumt mein Leben wieder in geordnete Bahnen zu lenken. Heute lebt Nala bei mir und Kimmy sitzt irgendwo da oben und nimmt deinen Boomer freundlich in Empfang.

    R.I.P Boomer
    Komm gut drüben an

    Gefällt 1 Person

      1. Liebe Jessi, das hast du für Boomer sehr schön geschrieben! Ihr 2 ward einfach füreinander geschaffen. Boomer ist über die Regenbrücke gegangen aber er bleibt tief in deinem Herzen mit all euren wunderschönen Erlebnissen und Erinnerungen. Er ist immer bei dir – auch wenn du ihn jetzt nicht mehr sehen kannst. RIP Boomer – fühl dich gedrückt!

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  2. Liebe Jessica, man hat immer so das Gefühl nie die passenden Worte zu finden, wenn sowas passiert. Als mein Francis wie aus heiterem Himmel nach dem Gassi noch mit seinen Freunden zusammen, stark schwächelte und ich sofort weiter in die Klinik fuhr, dachte ich nie im Leben, dass das unser letzter gemeinsamer Spaziergang gewesen sein sollte. Aber ich musste ihn sogar in der Klinik lassen, weil er dort kollabierte und als er in der Nacht starb, stolperte mein Herz und wenig später klingelte mein Telefon und sie überbrachten mir die Nachricht. Ich war fest davon überzeugt ihn am nächsten Tag gesund wieder abholen zu können, sonst hätte ich ihn nie alleine gelassen….mehrere Monate konnte ich mir nicht vorstellen, dass jemals wieder irgendein Hund in mein Leben treten könnte, aber es kam der Tag an dem ich dachte „Francis hätte gewollt, dass ich glücklich bin und irgendwo wartet eine einsame Hundeseele, die sich nichts sehnlichster wünscht als ein Zuhause zu bekommen“…..Leroy, der kleine auf 15kg abgemagerte Pitbull aus Berlin…. Fühl dich umarmt. Annabelle mit Leroy und Melody

    Gefällt 1 Person

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